Die besten Jobportale in Österreich: ehrlicher Vergleich für deine Jobsuche
karriere.at, AMS, willhaben, Indeed, LinkedIn & Co.: Welche Jobportale in Österreich für welche Jobs taugen – und wie du sie clever kombinierst.
Anto Matijevic · Veröffentlicht am · 3 Min. Lesezeit

Du suchst einen neuen Job und fragst dich, auf welchem Jobportal du suchen sollst? In Österreich gibt es viele – große, kleine, allgemeine und spezialisierte. Hier bekommst du einen ehrlichen Überblick, welche Jobportale für welche Jobs taugen und wie du sie clever kombinierst.
Jobportale in Österreich im Überblick
| Portal | Stark bei | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| AMS „alle jobs" | breite Auswahl, alle Branchen | Jobsuchmaschine des AMS, auch Stellen anderer Portale |
| karriere.at | Büro, Technik, Fachkräfte, ganz Österreich | großes österreichisches Portal mit Job-Alarm |
| StepStone | Fach- und Führungskräfte, Büro, IT | stark bei größeren Unternehmen |
| willhaben Jobs | Handel, Gastro, Handwerk, regional | viele Stellen kleiner Betriebe |
| Indeed | breite Auswahl | sammelt viele Stellen, auch Duplikate |
| Büro, IT, Management | Profil wichtig, Recruiter suchen aktiv | |
| hokify | Handel, Gastro, Logistik | App, schnelle Kurzbewerbung |
| derStandard Karriere | Büro, Akademiker:innen, Wien | stark im Raum Wien |
| einfacharbeit.at | Mostviertel und ganz Österreich, direkte Bewerbung | junges Portal, Ortsseiten, kostenlos für Betriebe |
Welches Jobportal für welchen Job?
Produktion, Lager, Handel, Gastro, Reinigung: Starte mit der AMS-Jobsuche und willhaben, ergänze um regionale Portale und Ortsseiten wie Jobs im Mostviertel. Viele kleine Betriebe inserieren gar nicht auf den großen Portalen.
Handwerk und Technik: karriere.at und AMS sind eine gute Basis. Frag zusätzlich direkt bei Betrieben in deiner Nähe nach – viele Stellen werden nie ausgeschrieben.
Büro, IT, Management: karriere.at, StepStone und LinkedIn. Ein gepflegtes LinkedIn-Profil ist hier fast so wichtig wie die Bewerbung selbst.
Lehrstellen: die Lehrstellenbörse von AMS und WKO, dazu Schnuppertage direkt bei Betrieben.
Nebenjob und geringfügig: willhaben, hokify, AMS und lokale Gruppen. Lies vorher Geringfügigkeitsgrenze 2026 und 2027, besonders wenn du Arbeitslosengeld beziehst.
So nutzt du Jobportale richtig
- Job-Alarm einstellen: Neue Stellen kommen per E-Mail oder Push – du bist schneller als andere.
- Suchbegriffe variieren: „Lagerarbeiter", „Lagermitarbeiter", „Kommissionierer" – Betriebe nennen dieselbe Stelle unterschiedlich.
- Umkreis setzen: Such nicht nur im Wohnort, sondern im Pendelradius.
- Direkt beim Betrieb bewerben: Wenn eine Stelle auf mehreren Portalen steht, ist die Firmenwebsite oder der direkte Kontakt oft am schnellsten.
- Google nutzen: „Jobs Amstetten" oder „Staplerfahrer Teilzeit Melk" zeigt dir die Google-Jobsuche mit Stellen aus vielen Portalen gleichzeitig.
Warnsignale: unseriöse Anzeigen erkennen
Auf jedem Jobportal tauchen manchmal Anzeigen auf, die nicht halten, was sie versprechen. Vorsicht bei:
- Geldforderungen an dich – für Unterlagen, Schulungen oder „Vermittlung". In Österreich muss Arbeitsvermittlung für Arbeitsuchende kostenlos sein.
- Konto zur Verfügung stellen oder Pakete weiterleiten – das kann dich in Geldwäsche verwickeln.
- Unrealistische Versprechen wie hohe Bezahlung für sehr wenig Arbeit von zuhause.
- Kein Impressum, keine Firmenadresse, Kontakt nur per Messenger.
Aktuelle Warnungen findest du bei der Watchlist Internet.
Bewerbung schnell erledigt
Viele Portale bieten eine Kurzbewerbung an. Für die meisten Stellen brauchst du trotzdem einen aktuellen Lebenslauf. Wenn du Unterstützung beim Lebenslauf willst, hilft dir Tonis Bewerbungshilfe.
Jobs direkt auf einfacharbeit.at
Auf einfacharbeit.at bewirbst du dich direkt beim Betrieb – ohne Umweg. Schau in die Jobsuche, in deine Region, etwa Jobs in Niederösterreich, oder stöbere nach Branche, zum Beispiel Gastronomie oder Transport & Logistik. Was du mindestens verdienst, zeigt Mindestlohn Österreich 2026.
Häufige Fragen
Welches Jobportal ist in Österreich das größte?
Zu den bekanntesten zählen die AMS-Jobsuche „alle jobs", karriere.at, StepStone, willhaben Jobs, Indeed und LinkedIn. Welches für dich das beste ist, hängt von Beruf, Region und Erfahrung ab.
Kostet die Jobsuche auf Jobportalen etwas?
Nein. Für Bewerber:innen sind die gängigen Jobportale in Österreich kostenlos. Seriöse Portale und Vermittler verlangen von Jobsuchenden kein Geld.
Wie viele Jobportale sollte ich nutzen?
Zwei bis vier reichen meistens: die AMS-Jobsuche, ein großes Portal, ein Portal für deine Branche oder Region und – bei Büro- und Fachjobs – LinkedIn. Mehr bringt oft nur doppelte Anzeigen.
Wie erkenne ich unseriöse Stellenanzeigen?
Warnsignale sind fehlende Firmenangaben, unrealistisch hohe Bezahlung für einfache Arbeit, Geldforderungen an dich, die Bitte, dein Konto für Überweisungen zur Verfügung zu stellen, oder Kontakt nur über Messenger. Im Zweifel: Finger weg und das Portal informieren.
Quellen

Anto „Toni“ Matijevic
Arbeitsvermittler und Gründer von einfacharbeit.at, Aschbach-Markt (Mostviertel)
Toni bringt Betriebe und Bewerber:innen in Österreich zusammen und vermittelt auch selbst. Hinter einfacharbeit.at steht er persönlich.
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