Lehrling finden – so besetzen Sie Ihre Lehrstelle

Einen Lehrling finden ist für viele Betriebe schwieriger geworden: weniger Jugendliche, mehr Lehrstellen, mehr Konkurrenz durch weiterführende Schulen. Wer früh dran ist, Jugendliche dort abholt, wo sie suchen, und die Eltern mitdenkt, hat trotzdem gute Chancen. Hier finden Sie die wichtigsten Wege – und wie Sie Ihre Lehrstelle kostenlos auf einfacharbeit.at inserieren.

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Lehrling finden: die wirksamsten Wege

WegKostenWarum er wirkt
Lehrstelle auf einfacharbeit.atkostenlosGefunden über Google und Ortsseiten, einfach zu teilen
Lehrstellenbörse von AMS und WKOkostenlosDort suchen Jugendliche, Eltern und Berufsberatung
SchnuppertagegeringDer häufigste Grund, warum sich Jugendliche für einen Betrieb entscheiden
Kontakt zu Mittelschulen und Polytechnischen SchulengeringLehrkräfte und Berufsorientierung empfehlen Betriebe weiter
Social Media (Instagram, TikTok, WhatsApp-Status)geringJugendliche erreichen, wo sie täglich sind
Eigene Lehrlinge als Botschafter:innenkostenlosGleichaltrige glaubt man mehr als Werbung
Berufsinfomessen in der RegionmittelPersönlicher Kontakt zu Jugendlichen und Eltern

1. Lehrstelle kostenlos inserieren

Eine Lehrstelle inserieren Sie auf einfacharbeit.at genauso wie jede andere Stelle: Firmenkonto anlegen, Lehrberuf als Jobtitel eintragen (zum Beispiel „Lehrling Metalltechnik (m/w/d)"), Lehrzeit, Lehrbeginn, Lehrlingseinkommen laut Kollektivvertrag und das, was Ihren Betrieb ausmacht. Die Stelle erscheint in der Jobsuche, auf der Ortsseite und auf der Seite des Bundeslands.

Keine Zeit? Mit Wir inserieren für Sie übernehmen wir das kostenlos.

Tipp: Schreiben Sie die Anzeige so, dass auch Eltern sie verstehen. Bei der Lehrstellenwahl reden sie meistens mit.

2. Die Lehrstellenbörse von AMS und WKO

AMS und Wirtschaftskammer betreiben eine gemeinsame Lehrstellenbörse. Für Betriebe ist die Registrierung kostenlos. Ihr Anforderungsprofil geben Sie selbst ein; die Lehrstelle wird dann für lehrstellensuchende Jugendliche sichtbar. Die Lehrstellenbörse und einfacharbeit.at schließen sich nicht aus – nutzen Sie beide.

3. Schnuppertage: das stärkste Argument

Jugendliche entscheiden sich oft nicht für einen Beruf, sondern für einen Betrieb, in dem sie sich wohlgefühlt haben. Bieten Sie Schnuppertage aktiv an – in der Anzeige, auf Ihrer Website und direkt bei den Schulen in der Umgebung. Planen Sie für den Schnuppertag eine kleine Aufgabe ein, die am Ende ein sichtbares Ergebnis hat.

4. Was Jugendliche (und Eltern) wissen wollen

  • Was mache ich konkret? Ein typischer Tag im ersten Lehrjahr.
  • Wer betreut mich? Name und Foto der Ausbilderin oder des Ausbilders.
  • Was verdiene ich? Lehrlingseinkommen laut KV – und was Sie zusätzlich bieten.
  • Wie komme ich hin? Öffis, Mitfahrgelegenheit, Fahrtkostenzuschuss.
  • Wie geht es nach der Lehre weiter? Übernahme, Weiterbildung, Lehre mit Matura.

5. Formales kurz erklärt

Diese Punkte sollten Sie als Lehrbetrieb im Blick haben (Einschätzung, keine Rechtsberatung – verbindlich informiert die Lehrlingsstelle Ihrer Landeskammer):

  • Lehrbetrieb und Ausbilder:in: Bilden Sie zum ersten Mal aus, prüft die Lehrlingsstelle, ob Ihr Betrieb ausbilden darf. Im Betrieb braucht es eine Person mit Ausbilderqualifikation.
  • Lehrvertrag: Der Lehrvertrag wird schriftlich abgeschlossen und bei der Lehrlingsstelle angemeldet.
  • Probezeit: Die ersten drei Monate sind Probezeit.
  • Lehrlingseinkommen: Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Kollektivvertrag und steigt mit jedem Lehrjahr.
  • Förderung: Die Basisförderung beantragen Sie bei der Lehrlingsstelle, jeweils nach Ende eines Lehrjahrs. Für Lehrjahre, die ab 1. Juli 2026 enden, beträgt sie laut WKO 75 Prozent der bisherigen Berechnungsgrundlage; für einen selbst gewählten Lehrling pro Kalenderjahr weiterhin 100 Prozent. Es gibt keinen Rechtsanspruch, ausgezahlt wird nach vorhandenen Fördermitteln.

Hintergrund zur Lehre in Österreich finden Sie in unserem Beitrag Lehre in Österreich.

Lehrling finden im Mostviertel

Sie bilden in Amstetten, Waidhofen an der Ybbs, Melk, Scheibbs oder Umgebung aus? Dann erscheint Ihre Lehrstelle auch auf Jobs im Mostviertel. Mehr für Betriebe aus der Region auf Personal finden im Mostviertel.

Häufige Fragen

Wo kann ich eine Lehrstelle kostenlos ausschreiben?

Kostenlos sind unter anderem einfacharbeit.at und die gemeinsame Lehrstellenbörse von AMS und WKO. Dazu kommen Aushänge in Schulen, die eigene Website und Social Media.

Wann sollte ich mit der Lehrlingssuche beginnen?

Viele Jugendliche entscheiden sich im letzten Pflichtschuljahr, oft schon im Herbst oder Winter vor dem Lehrbeginn. Wer im Herbst Schnuppertage anbietet und die Stelle früh ausschreibt, hat einen Vorsprung.

Welche Förderung bekomme ich für einen Lehrling?

Die wichtigste ist die Basisförderung, die über die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer beantragt wird. Sie richtet sich nach dem kollektivvertraglichen Lehrlingseinkommen (bisher 3, 2 und 1 Monatsbezug je Lehrjahr). Für Lehrjahre, die ab 1. Juli 2026 enden, wird laut WKO grundsätzlich 75 Prozent ausgezahlt – für einen selbst gewählten Lehrling pro Betrieb und Kalenderjahr weiterhin 100 Prozent. Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Ende des Lehrjahrs zu stellen.

Wie lange dauert die Probezeit bei Lehrlingen?

Die ersten drei Monate eines Lehrverhältnisses gelten als Probezeit, in der beide Seiten das Lehrverhältnis jederzeit auflösen können. Für Lehrlinge, die in dieser Zeit eine lehrgangsmäßige Berufsschule besuchen, gelten Sonderregeln – Details bei der Lehrlingsstelle.

Darf ein Schüler bei uns schnuppern?

Ja. Schüler:innen können im Rahmen der individuellen Berufsorientierung bei einem Betrieb schnuppern, in der Regel bis zu fünf Tage pro Betrieb und Schuljahr. Die Schule muss informiert sein; Schnuppernde arbeiten nicht mit, sondern schauen zu und probieren aus.

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