Kostenlos Jobs inserieren: Kostenlose Jobbörsen in Österreich im Überblick (2026)
Wo können Arbeitgeber in Österreich Jobs kostenlos inserieren? Ein ehrlicher Überblick über Gratis-Jobbörsen, ihre Grenzen und die beste Kombination.
Anto Matijevic · Veröffentlicht am · 5 Min. Lesezeit
Wer Personal sucht, muss nicht gleich ein Inseratpaket kaufen. In Österreich gibt es einige kostenlose Jobbörsen und Kanäle, über die Arbeitgeber Stellen veröffentlichen können – mit unterschiedlichen Stärken und Grenzen. Dieser Überblick zeigt, wo Sie Jobs kostenlos inserieren können, was Sie dafür brauchen und wie Sie die Kanäle sinnvoll kombinieren.
Kostenlose Jobbörsen in Österreich auf einen Blick
| Kanal | Kostenlos? | Was Sie brauchen | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|---|
| einfacharbeit.at | ja, unbegrenzt | Firmenkonto | lokal sichtbar, Google-for-Jobs-Daten, Inserier-Service | jüngeres Portal, Reichweite wächst |
| AMS eJob-Room | ja | eAMS-Konto für Unternehmen | große Zahl an Arbeitsuchenden | eigener Ablauf, AMS-Logik |
| AMS-Vermittlungsauftrag | ja | Kontakt zum AMS | AMS veröffentlicht und schlägt vor | Abstimmung mit dem AMS nötig |
| Lehrstellenbörse AMS/WKO | ja | Registrierung | Lehrstellen, Jugendliche und Eltern | nur für Lehrstellen |
| Indeed | eingeschränkt | Arbeitgeberkonto | große Reichweite | Gratis-Anzeigen begrenzt, bezahlte werden bevorzugt |
| eingeschränkt | Unternehmensseite | Büro, Technik, Fachkräfte | Gratis-Anzeigen stark begrenzt | |
| Eigene Karriereseite | ja (bis auf Website-Kosten) | Website mit JobPosting-Daten | volle Kontrolle | braucht Pflege und Technik |
| Social Media, lokale Gruppen | ja | Seite oder Profil | schnell, persönlich | Reichweite schwankt |
| Aushang, Gemeinde, Schulen | ja oder gering | — | im Ort sichtbar | nur lokal |
1. einfacharbeit.at: kostenlos und ohne Vertrag
Auf einfacharbeit.at inserieren Arbeitgeber kostenlos – ohne Paket, ohne Mindestlaufzeit und ohne Limit bei der Anzahl der Stellen. Jede Anzeige bekommt eine eigene Seite, erscheint auf der Ortsseite (zum Beispiel Jobs in Amstetten) und auf der Seite des Bundeslands und ist mit den strukturierten Daten aufbereitet, die Google für seine Jobsuche nutzt. Bewerbungen kommen direkt per E-Mail und gesammelt ins Firmen-Dashboard.
Für Betriebe ohne Zeit gibt es den kostenlosen Service Wir inserieren für Sie: Sie schicken Aushang oder PDF, wir rufen an und stellen die Stelle online. So geht's Schritt für Schritt: Job inserieren.
2. AMS: eJob-Room und Vermittlungsauftrag
Das AMS bietet Unternehmen seine Personalsuche kostenlos an. Es gibt zwei Wege:
- Selbst inserieren im eJob-Room: Mit einem eAMS-Konto für Unternehmen stellen Sie Ihre Stellenangebote selbst ein und pflegen sie selbst.
- Das AMS beauftragen: Sie vereinbaren mit dem AMS die Eckpunkte der Suche. Das AMS veröffentlicht die Stelle dann unter anderem in der Jobsuche „alle jobs", in der AMS-App, im eJob-Room und im europäischen EURES-Portal und kann passende Arbeitsuchende vorschlagen.
Gerade für Stellen ohne lange Ausbildung – Produktion, Lager, Reinigung, Handel – ist das AMS ein wichtiger Kanal.
3. Lehrstellenbörse von AMS und WKO
Für Lehrstellen gibt es die gemeinsame Lehrstellenbörse von AMS und Wirtschaftskammer. Die Registrierung ist für Betriebe kostenlos; Ihr Anforderungsprofil geben Sie selbst ein. Mehr Tipps zur Lehrlingssuche: Lehrling finden.
4. Indeed und LinkedIn: kostenlos mit Einschränkungen
Indeed und LinkedIn erlauben kostenlose Stellenanzeigen, aber nur in begrenztem Umfang. Bezahlte („gesponserte" bzw. „beworbene") Anzeigen werden bevorzugt ausgespielt; Gratis-Anzeigen verlieren oft schnell an Sichtbarkeit. Beide Plattformen ändern ihre Bedingungen regelmäßig – Indeed hat etwa in Deutschland im Dezember 2025 eine monatliche Obergrenze für Gratis-Anzeigen eingeführt. Prüfen Sie deshalb vor dem Inserieren die aktuellen Regeln in Ihrem Arbeitgeberkonto.
LinkedIn eignet sich vor allem für Büro-, Technik- und Fachpositionen. Für Stellen in Handwerk, Gastronomie oder Produktion ist die Reichweite dort meist geringer.
5. Google for Jobs: kein Portal, aber ein wichtiger Kanal
Bei Google kann man Stellen nicht direkt inserieren. Google zeigt in seiner Jobsuche Stellen von Seiten an, die strukturierte JobPosting-Daten liefern – also von Jobbörsen oder Karriereseiten. Wer bei Google auftauchen will, braucht deshalb entweder eine technisch saubere eigene Karriereseite oder ein Portal, das diese Daten mitliefert. Auf einfacharbeit.at ist das bei jeder Stelle der Fall. Eine Garantie, dass Google eine bestimmte Stelle zeigt, gibt es aber nirgends.
6. Eigene Website, Social Media und Aushang
Die eigene Website ist der Ort, an dem Interessierte nach dem ersten Kontakt nachsehen. Eine Seite „Wir suchen" mit allen offenen Stellen kostet nichts außer etwas Pflege. Dazu kommen:
- Lokale Facebook-Gruppen (Gemeinde, Region, „Jobs in …"): oft die schnellste Reaktion im ländlichen Raum.
- WhatsApp-Status von Ihnen und Ihrem Team: persönlicher geht es kaum.
- Aushang an der Eingangstür, beim Nahversorger, im Gemeindeamt, in Schulen.
- Gemeindezeitung: viele Gemeinden nehmen regionale Stellen gern auf.
Jede Anzeige auf einfacharbeit.at hat Teilen-Buttons mit Vorschaubild, damit Sie sie in diese Kanäle weitergeben können.
Bezahlte Jobbörsen: wann sie sich lohnen
Bezahlte Portale kosten je nach Anbieter, Laufzeit und Paket meist mehrere hundert Euro pro Inserat. Sie lohnen sich vor allem, wenn Ihre Zielgruppe dort besonders aktiv ist – etwa Akademiker:innen, IT-Fachkräfte oder Bürojobs in Ballungsräumen. Für viele regionale Stellen reicht eine Kombination aus kostenlosen Kanälen. Mein Rat: Starten Sie kostenlos, messen Sie, woher die Bewerbungen kommen, und investieren Sie erst dann gezielt.
Die beste Kombination für kleine Betriebe
- Eine gute Anzeige schreiben – mit konkretem Jobtitel, Ort, Arbeitszeit und Gehalt. Die Pflichtangaben erklärt Stellenanzeige kostenlos schalten.
- Auf einfacharbeit.at veröffentlichen – kostenlos, mit eigener Seite und Google-Daten.
- Beim AMS melden – selbst im eJob-Room oder per Vermittlungsauftrag.
- Teilen – im Team, in lokalen Gruppen, im WhatsApp-Status.
- Aushang machen – im Betrieb und dort, wo Ihre Zielgruppe vorbeikommt.
- Schnell antworten – gute Bewerber:innen warten nicht lange.
Pflicht bei jeder Anzeige: das Gehalt
Egal ob kostenlos oder bezahlt: In Österreich muss jede Stellenanzeige das Mindestentgelt laut Kollektivvertrag oder Gesetz enthalten – mit Betrag und Zeiteinheit – und auf eine Überzahlungsbereitschaft hinweisen, wenn es eine gibt. Das gilt auch für Teilzeit- und geringfügige Stellen. Bei Verstößen kann die Bezirksverwaltungsbehörde auf Antrag beim ersten Mal verwarnen, danach droht laut WKO eine Verwaltungsstrafe bis 360 Euro (Einschätzung, keine Rechtsberatung).
Fazit
Kostenlose Jobbörsen sind kein Notbehelf, sondern für viele Stellen der vernünftigste Start. Kombinieren Sie einfacharbeit.at, das AMS und Ihr eigenes Umfeld – und investieren Sie nur dort Geld, wo Sie wissen, dass es wirkt. Wenn Sie dabei Hilfe wollen: Wir inserieren für Sie, kostenlos. Weitere Wege zu neuem Personal finden Sie auf Mitarbeiter finden.
Häufige Fragen
Welche Jobbörsen sind in Österreich für Arbeitgeber kostenlos?
Kostenlos sind unter anderem einfacharbeit.at, der eJob-Room des AMS und die Lehrstellenbörse von AMS und WKO. Indeed und LinkedIn bieten zusätzlich eingeschränkte Gratis-Anzeigen. Dazu kommen die eigene Website, Social Media und Aushänge.
Ist eine kostenlose Stellenanzeige schlechter als eine bezahlte?
Nicht automatisch. Entscheidend sind Inhalt, Gehaltsangabe, Jobtitel und ob die Anzeige dort erscheint, wo Ihre Zielgruppe sucht. Bezahlte Portale bringen in bestimmten Zielgruppen mehr Reichweite, kostenlose Kanäle sind dafür ohne Risiko kombinierbar.
Wie komme ich mit einer Stelle in die Google-Jobsuche?
Google zeigt Stellen aus Seiten an, die strukturierte JobPosting-Daten liefern – etwa Jobbörsen oder Ihre eigene Karriereseite. Ein direktes Inserieren bei Google gibt es nicht. Stellen auf einfacharbeit.at sind dafür aufbereitet; ob Google sie zeigt, entscheidet Google.
Gibt es Grenzen bei Gratis-Anzeigen auf Indeed oder LinkedIn?
Ja. Beide Plattformen begrenzen die Zahl kostenloser Anzeigen und spielen bezahlte Anzeigen bevorzugt aus. Die Bedingungen ändern sich regelmäßig – prüfen Sie den aktuellen Stand in Ihrem Arbeitgeberkonto.
Kann jemand die Anzeigen für mich auf mehreren Portalen einstellen?
Auf einfacharbeit.at übernehmen wir das kostenlos mit dem Service Wir inserieren für Sie. Für andere Portale brauchen Sie jeweils ein eigenes Konto.
Quellen

Anto „Toni“ Matijevic
Arbeitsvermittler und Gründer von einfacharbeit.at, Aschbach-Markt (Mostviertel)
Toni bringt Betriebe und Bewerber:innen in Österreich zusammen und vermittelt auch selbst. Hinter einfacharbeit.at steht er persönlich.
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