Was kostet eine Stellenanzeige in Österreich? Preise 2026 im Überblick
Von 0 bis über 4.000 Euro: Was eine Stellenanzeige in Österreich 2026 kostet – online, in Print und mit Personalberatung – und wo Sie kostenlos inserieren.
Anto Matijevic · Veröffentlicht am · 4 Min. Lesezeit

„Was kostet uns eine Stellenanzeige?" Die ehrliche Antwort: zwischen null und mehreren tausend Euro. Die Kosten einer Stellenanzeige hängen davon ab, wo Sie inserieren, wie lange die Anzeige läuft und wie viel Reichweite Sie dazukaufen. Hier sehen Sie die wichtigsten Kanäle in Österreich mit echten Preisen, Stand Oktober 2026, und wo Sie kostenlos inserieren können.
Stellenanzeige Kosten 2026: Der Überblick
| Kanal | Kosten | Laufzeit und Hinweis |
|---|---|---|
| einfacharbeit.at | 0 € | kein Vertrag, kein Abo, regional sichtbar |
| AMS (eJob-Room oder Vermittlungsauftrag) | 0 € | eAMS-Konto für Unternehmen |
| Indeed | Basisanzeige kostenlos, Reichweite mit Budget | Abrechnung je nach Konto und Markt pro Klick oder pro begonnener Bewerbung |
| karriere.at Standard | ab 949 € | 30 Tage |
| karriere.at Pro / Boost | ab 1.199 € / ab 1.599 € | je 60 Tage |
| karriere.at Lehr- und Praktikumsstelle | ab 229 € | 60 Tage |
| Print-Karrieremagazin (Beispiel OÖN, 1/1 Seite) | 4.099 € | zzgl. 5 % Werbeabgabe und 20 % USt, Herbst 2026 |
| Eigene Website, Social Media, Aushang | 0 € | kostet nur Zeit |
Preise laut den Websites und Preisblättern der Anbieter, abgerufen am 21.10.2026. Preise ändern sich; prüfen Sie vor der Buchung den aktuellen Stand.
Kostenlos inserieren: Diese Wege kosten nichts
einfacharbeit.at: Sie legen ein Firmenkonto an und stellen Ihre Stellen kostenlos online. Jede Stelle erscheint auf der Seite Ihres Orts und Ihrer Branche und wird für die Google-Jobsuche aufbereitet. Wie das genau geht, steht auf Job inserieren. Keine Zeit? Dann übernehmen wir das mit Wir inserieren für Sie.
AMS: Selbst im eJob-Room inserieren oder das AMS beauftragen, beides ist gratis. Eine Anleitung finden Sie im Beitrag AMS-Inserat erstellen.
Indeed: Laut Indeed sind Basisanzeigen kostenlos (auf der deutschen Indeed-Seite bis zu drei pro Monat, Limits je nach Land). Wer mehr Sichtbarkeit will, legt ein Budget fest und zahlt nur, wenn jemand mit der Anzeige interagiert.
Eigene Kanäle: Karriereseite, Facebook, Instagram, WhatsApp-Status des Teams und ein Aushang im Betrieb kosten kein Geld, nur etwas Zeit. Alle Gratis-Kanäle im Vergleich finden Sie unter Kostenlose Jobbörsen in Österreich.
Bezahlte Jobportale: Wofür Sie zahlen
Bezahlte Portale verkaufen vor allem Reichweite: Ihre Anzeige wird hervorgehoben, länger angezeigt, an passende Kandidat:innen ausgespielt oder in Newslettern beworben. Dazu kommen Zusatzleistungen wie aktive Suche in Lebenslauf-Datenbanken. Bei karriere.at beginnt ein Standard-Inserat laut eigener Website bei 949 Euro, die größeren Pakete bei 1.199 und 1.599 Euro. Andere große Portale wie StepStone arbeiten ebenfalls mit Paketen; holen Sie sich vor der Buchung ein aktuelles Angebot.
Ob sich das rechnet, hängt von der Stelle ab. Für gefragte Spezialist:innen, die überregional gesucht werden, kann Reichweite den Unterschied machen. Für eine Verkäuferin im Ort, einen Lagerhelfer oder eine Servicekraft ist der Aufpreis nach unserer Einschätzung oft nicht nötig.
Print-Inserate: teuer und eher fürs Image
Zeitungen und Karrieremagazine sind die teuerste Variante. Ein Beispiel: Im Karrieremagazin der OÖNachrichten kostet eine ganzseitige Jobanzeige laut Preisblatt Herbst 2026 4.099 Euro, zuzüglich 5 % Werbeabgabe und 20 % Umsatzsteuer. Print lohnt sich nach unserer Einschätzung eher, um Ihr Unternehmen als Arbeitgeber bekannt zu machen, als für eine einzelne Stelle.
Die versteckten Kosten: Zeit und unbesetzte Stellen
Auch eine Gratis-Anzeige kostet etwas: Zeit für den Text, für Rückrufe und Gespräche. Teurer ist aber meist eine Stelle, die lange offen bleibt. Dann machen Kolleg:innen Überstunden, Aufträge werden verschoben oder abgelehnt, und die Stimmung leidet. Warum Stellen heute länger offen bleiben und was dagegen hilft, lesen Sie unter Recruiting im Fachkräftemangel.
Mehr Bewerbungen ohne mehr Budget
Eine gute Anzeige bringt oft mehr als eine teure:
- Konkreter Jobtitel, so wie Bewerber:innen suchen, mit Ort und Stunden.
- Gehalt angeben: Das Mindestentgelt laut Kollektivvertrag mit Zeiteinheit ist in Österreich ohnehin Pflicht.
- Arbeitszeiten und Aufgaben klar statt Floskeln.
- Einfache Bewerbung per Telefon oder WhatsApp.
- Schnell antworten, am besten am selben Tag.
- Teilen: Jede Stelle auf einfacharbeit.at hat eine eigene Seite, die Sie und Ihr Team weiterleiten können.
Eine Vorlage finden Sie im Beitrag Stellenanzeige schreiben.
Wann sich Headhunter lohnen
Für Führungskräfte und Spezialist:innen, die nicht aktiv suchen, erreicht eine Anzeige oft niemanden. Dann kann ein Headhunter sinnvoll sein. Das Honorar orientiert sich meist am Bruttojahresgehalt der Stelle und ist damit deutlich höher als jede Anzeige. Wie Headhunting abläuft, steht in Wie Headhunter wirklich arbeiten.
Fazit: Erst kostenlos, dann gezielt zahlen
Starten Sie mit den kostenlosen Kanälen: einfacharbeit.at, AMS und Ihre eigenen Kanäle. Bleibt die Stelle trotz guter Anzeige offen, investieren Sie gezielt in Reichweite oder Headhunting. Ihre nächste Stelle können Sie gleich jetzt kostenlos inserieren.
Häufige Fragen
Was kostet eine Stellenanzeige beim AMS?
Nichts. Die Personalsuche über das AMS ist für Unternehmen kostenlos, egal ob Sie selbst im eJob-Room inserieren oder das AMS mit einem Vermittlungsauftrag beauftragen.
Was kostet ein Inserat auf karriere.at?
Laut der Unternehmensseite von karriere.at (Stand 21.10.2026) kostet ein Standard-Inserat ab 949 Euro für 30 Tage, Pro ab 1.199 Euro und Boost ab 1.599 Euro für je 60 Tage. Lehr- und Praktikumsstellen gibt es ab 229 Euro für 60 Tage. Ob Umsatzsteuer dazukommt, prüfen Sie vor der Buchung.
Kann ich eine Stellenanzeige komplett kostenlos schalten?
Ja. Kostenlos inserieren Sie auf einfacharbeit.at, beim AMS, mit Basisanzeigen auf Indeed sowie auf Ihrer eigenen Website, in Social Media und mit einem Aushang. Bei einfacharbeit.at gibt es weder Inseratgebühr noch Vertrag oder Abo.
Lohnt sich eine bezahlte Stellenanzeige?
Nach unserer Einschätzung vor allem bei gefragten Spezialist:innen und überregionaler Suche. Für Stellen in Handwerk, Handel, Gastronomie, Produktion oder Pflege, bei denen Bewerber:innen aus der Umgebung kommen, reichen oft kostenlose regionale Kanäle, wenn die Anzeige gut geschrieben ist.
Was kostet ein Headhunter im Vergleich?
Headhunter verrechnen meist einen Prozentsatz vom Bruttojahresgehalt der Stelle, das ist deutlich mehr als eine Anzeige. Dafür sprechen sie gezielt Menschen an, die nicht aktiv suchen. Mehr dazu im Beitrag „Wie Headhunter wirklich arbeiten".
Quellen

Anto „Toni“ Matijevic
Arbeitsvermittler und Gründer von einfacharbeit.at, Aschbach-Markt (Mostviertel)
Toni bringt Betriebe und Bewerber:innen in Österreich zusammen und vermittelt auch selbst. Hinter einfacharbeit.at steht er persönlich.
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