AMS-Inserat erstellen: So melden Sie eine offene Stelle beim AMS
Selbst im eJob-Room inserieren oder das AMS beauftragen? So melden Sie als Betrieb eine offene Stelle beim AMS – und so holen Sie mehr aus dem Inserat.
Anto Matijevic · Veröffentlicht am · 4 Min. Lesezeit

Das AMS ist für viele Betriebe in Österreich die erste Adresse, wenn eine Stelle frei wird. Ein AMS-Inserat kostet nichts und erreicht viele Arbeitsuchende. Trotzdem fragen sich viele Unternehmer:innen: Wie genau melde ich eine offene Stelle? Selbst inserieren oder das AMS beauftragen? Und wie wird das Inserat so, dass sich die Richtigen melden?
Zwei Wege zum AMS-Inserat
| Selbst inserieren (eJob-Room) | AMS beauftragen (Vermittlungsauftrag) | |
|---|---|---|
| Kosten | kostenlos | kostenlos |
| Wer schreibt das Inserat? | Sie | Sie gemeinsam mit dem AMS |
| Wer betreut die Stelle? | Sie selbst | das AMS-Service für Unternehmen |
| Veröffentlichung | eJob-Room | u. a. „alle jobs", AMS-App, eJob-Room, EURES |
| Vorschläge vom AMS | nein bzw. selten | ja, passende Arbeitsuchende |
| Passt für | Betriebe, die selbst steuern wollen | Betriebe, die Unterstützung möchten |
Weg 1: Selbst inserieren im eJob-Room
Der eJob-Room ist der Online-Marktplatz des AMS für Stellen und Bewerber:innen. Als Unternehmen brauchen Sie dafür ein eAMS-Konto für Unternehmen. Damit legen Sie Stellenangebote selbst an, ändern sie und nehmen sie wieder offline. Mit einem konkreten Stellenangebot können Sie im eJob-Room auch nach Bewerber:innen suchen und sie kontaktieren.
Weg 2: Das AMS beauftragen
Wollen Sie Unterstützung, vereinbaren Sie mit dem AMS-Service für Unternehmen die Eckpunkte der Personalsuche: Tätigkeit, Anforderungen, Arbeitszeit, Entlohnung, Beginn. Das AMS veröffentlicht die Stelle dann im Internet – unter anderem in der Jobsuche „alle jobs", in der AMS-App, im eJob-Room und im europäischen EURES-Portal – und kann Ihnen passende Arbeitsuchende vorschlagen. Den Kontakt zu Ihrer regionalen Geschäftsstelle finden Sie auf ams.at.
Was in ein gutes AMS-Inserat gehört
Ein AMS-Inserat konkurriert mit sehr vielen anderen Stellen. Diese Punkte machen den Unterschied:
- Konkreter Jobtitel: „Lagermitarbeiter:in mit Staplerschein" statt „Mitarbeiter:in Logistik".
- Ort und Arbeitszeit: Gemeinde, Schichtmodell oder fixe Zeiten, Wochenstunden.
- Gehalt: Mindestentgelt laut Kollektivvertrag mit Zeiteinheit, ggf. „Überzahlung möglich". Das ist Pflicht.
- Drei bis fünf Aufgaben: so konkret wie möglich.
- Was wirklich nötig ist: Führerschein, Staplerschein, Deutschkenntnisse – und was man bei Ihnen lernen kann.
- Ansprechperson mit Telefonnummer: Viele Arbeitsuchende rufen lieber an als zu mailen.
- Diskriminierungsfrei formulieren: keine Vorgaben zu Geschlecht, Alter oder Herkunft, die für die Tätigkeit nicht unverzichtbar sind.
Häufige Fragen von Betrieben zum AMS
Bekomme ich über das AMS passende Leute? Das hängt stark von der Stelle und der Region ab. Für Tätigkeiten ohne lange Ausbildung – Produktion, Lager, Reinigung, Handel, Gastronomie – ist das AMS ein wichtiger Kanal. Für Fachkräfte und Spezialist:innen reicht es oft nicht allein.
Was ist, wenn Vorgeschlagene nicht passen? Geben Sie dem AMS ehrliches Feedback. Je genauer das Anforderungsprofil, desto besser die Vorschläge. Beim Selbstinserat entscheiden Sie ohnehin selbst, wen Sie einladen.
Wie lange bleibt die Stelle online? Beim Selbstinserat pflegen Sie die Stelle selbst. Nehmen Sie sie offline, sobald sie besetzt ist – das erspart Ihnen unnötige Bewerbungen.
AMS plus weitere Kanäle: so erreichen Sie mehr
Das AMS erreicht vor allem Menschen, die gerade arbeitslos gemeldet sind. Viele gute Leute sind aber in Beschäftigung und schauen sich nur nebenbei um – über Google, über Ortsseiten, über Empfehlungen. Deshalb lohnt sich die Kombination:
- einfacharbeit.at: Stellen kostenlos inserieren, mit eigener Seite, Ortsseiten wie Jobs im Mostviertel und Aufbereitung für die Google-Jobsuche. Mehr auf Job inserieren.
- Teilen im Umfeld: Team, WhatsApp-Status, lokale Facebook-Gruppen.
- Aushang im Betrieb und an Orten, wo Ihre Zielgruppe vorbeikommt.
Einen Vergleich aller Gratis-Kanäle finden Sie im Beitrag Kostenlose Jobbörsen in Österreich.
Checkliste vor dem Veröffentlichen
- Jobtitel so formuliert, wie Bewerber:innen suchen?
- Arbeitsort und Wochenstunden genannt?
- Mindestentgelt laut KV mit Zeiteinheit, ggf. Überzahlung?
- Aufgaben und Anforderungen konkret und ehrlich?
- Ansprechperson mit Telefonnummer?
- Geschlechtsneutral und ohne Altersvorgaben formuliert?
- Gleiche Stelle auch auf anderen kostenlosen Kanälen veröffentlicht?
Wenn Sie alle Punkte abhaken können, ist Ihr AMS-Inserat besser als die meisten anderen.
Lehrstelle zu besetzen?
Für Lehrstellen gibt es die gemeinsame Lehrstellenbörse von AMS und WKO. Wie Sie Jugendliche und Eltern am besten erreichen, lesen Sie auf Lehrling finden.
Keine Zeit für Formulare?
Sie möchten eine Stelle besetzen, aber weder beim AMS noch anderswo selbst Formulare ausfüllen? Mit Wir inserieren für Sie übernehmen wir das Inserat auf einfacharbeit.at kostenlos: Aushang oder PDF schicken, wir rufen zurück, die Stelle geht online.
Häufige Fragen
Kostet ein Inserat beim AMS etwas?
Nein. Die Personalsuche über das AMS ist für Unternehmen kostenlos – sowohl das Selbstinserat im eJob-Room als auch die Suche mit Vermittlungsauftrag.
Was ist der Unterschied zwischen eJob-Room und Vermittlungsauftrag?
Im eJob-Room stellen Sie Ihre Stelle selbst ein und betreuen sie selbst. Beim Vermittlungsauftrag legen Sie mit dem AMS die Eckpunkte fest, das AMS veröffentlicht die Stelle und kann Ihnen passende Arbeitsuchende vorschlagen.
Was brauche ich für den eJob-Room?
Ein eAMS-Konto für Unternehmen. Darüber erreichen Sie die Online-Services des AMS mit einem einzigen Zugang. Die Freischaltung beantragen Sie auf ams.at.
Muss im AMS-Inserat das Gehalt stehen?
Ja. Wie in jedem Stelleninserat in Österreich müssen Sie das Mindestentgelt laut Kollektivvertrag (oder Gesetz) mit Zeiteinheit angeben und auf eine Überzahlungsbereitschaft hinweisen, wenn es eine gibt.
Kann ich die Stelle gleichzeitig beim AMS und auf anderen Portalen inserieren?
Ja, das ist sogar sinnvoll. Ein Inserat auf einfacharbeit.at ist ebenfalls kostenlos und erreicht zusätzlich Menschen, die über Google oder Ortsseiten suchen.
Quellen

Anto „Toni“ Matijevic
Arbeitsvermittler und Gründer von einfacharbeit.at, Aschbach-Markt (Mostviertel)
Toni bringt Betriebe und Bewerber:innen in Österreich zusammen und vermittelt auch selbst. Hinter einfacharbeit.at steht er persönlich.
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Inserieren Sie kostenlos auf einfacharbeit.at – oder lassen Sie uns das für Sie erledigen.
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