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Arbeitszeugnis richtig lesen: Codes & Formulierungen entschlüsselt

Was bedeutet „zur vollsten Zufriedenheit"? Und wann ist Lob in Wahrheit Kritik? Der Guide zum Entschlüsseln deines Dienstzeugnisses.

Arbeitszeugnis richtig lesen: Codes & Formulierungen entschlüsselt
A

Anto Matijevic

23. April 2026

Warum das Dienstzeugnis so wichtig ist

In Österreich hat jede:r Dienstnehmer:in Anspruch auf ein Dienstzeugnis. Es entscheidet oft über die nächste Bewerbung – und enthält versteckte Botschaften, die Personaler:innen sofort erkennen.

Die wichtigsten Notenstufen

  • „stets zur vollsten Zufriedenheit" – sehr gut
  • „zur vollsten Zufriedenheit" – gut
  • „zur vollen Zufriedenheit" – befriedigend
  • „zur Zufriedenheit" – ausreichend
  • „im Großen und Ganzen zur Zufriedenheit" – mangelhaft

Versteckte Warnsignale

Auslassungen

Fehlt ein zentraler Aufgabenbereich oder eine Bewertung der Sozialkompetenz? Das fällt auf.

Mehrdeutige Lobworte

  • „bemühte sich" = hat es nicht geschafft
  • „zeigte Verständnis für seine Arbeit" = hat sie nicht gemacht
  • „war ein geselliger Kollege" = oft alkoholisiert

Fehlende Abschiedsformel

Kein Bedauern über das Ausscheiden = schlechtes Zeichen.

Was du tun kannst

Ist dein Zeugnis schlechter als verdient, hast du in Österreich das Recht auf Korrektur. Wende dich an die AK – oft hilft schon ein höflicher Hinweis an den ehemaligen Arbeitgeber.

Fazit

Lies dein Dienstzeugnis genau – und lass dich von Floskeln nicht täuschen. Im Zweifel: zur Beratung gehen.

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